Am 22. April 2026 haben sich 1.082 Menschen angemeldet, 776 waren live dabei — Mitarbeitende aus Stiftungen, Vereinen und gemeinnützigen Organisationen. Eine Stunde über die Frage, warum der Tag ständig von anderen bestimmt wird und wie man das dreht.
Es war das größte Webinar, das ich bisher gehalten habe. Und es hat mir mehr über den Alltag im Non-Profit-Sektor beigebracht als jede Studie, die ich dazu gelesen habe — weil wir währenddessen gefragt haben.
Worum es ging
Der Ausgangspunkt: Erschöpfung im NPO-Bereich ist selten ein Motivationsproblem. Sie entsteht dort, wo hohes Engagement auf fehlende Strukturen trifft. Wer für eine Sache brennt und gleichzeitig Projektanträge, Ehrenamtskoordination und chronische Unterfinanzierung managt, kommt nicht deshalb nicht voran, weil er sich zu wenig anstrengt.
Im Webinar ging es deshalb um drei Dinge:
- Energiemanagement statt Zeitmanagement — warum ein voller Kalender nicht dasselbe ist wie ein sinnvoller Tag.
- Das rADAR-Modell als Rahmen: Auswählen, Durchführen, Anpassen, Reflektieren — klein genug, um es ohne Budget und ohne Tooling durchzuhalten.
- Der 14-Tage-Herzschlag als Rhythmus, der auch dann noch trägt, wenn das Quartal längst gekippt ist.
Warum die Umfragen den Kern treffen
Vier Live-Umfragen liefen während der Session mit. Die deutlichste Antwort: 73 Prozent erleben täglich die Lücke zwischen Wollen und Können. Das ist kein persönliches Versagen einzelner Menschen — bei dieser Größenordnung ist es der Normalzustand eines ganzen Sektors.
Die vollständigen Ergebnisse und was sie für Selbstführung bedeuten, stehen weiter unten und ausführlich in der Datenstory.