„Mein Kalender war nicht mehr meiner. Ich war im Hamsterrad totaler Fremdbestimmung.“ Das hat Saskia Gieseke, VP bei TUI, in Folge 16 unseres Podcasts gesagt. Der Satz trifft, was viele kennen: Man läuft und läuft, und am Ende der Woche hat man trotzdem das Gefühl, nicht vom Fleck gekommen zu sein.
Was bedeutet Leben im Hamsterrad?
Das Bild ist eindeutig: viel Bewegung, kein Fortschritt. Im Arbeitsalltag sieht das meistens so aus:
- Der Kalender ist voll mit Terminen anderer, eigene Aufgaben haben keinen Platz.
- Die To-do-Liste wächst schneller, als du sie abarbeitest.
- Abends bist du erschöpft, ohne das Gefühl, etwas Wichtiges geschafft zu haben.
Im Webinar „Raus aus dem Chaos“ haben 776 Menschen live mitgemacht. Fast jede zweite Person sagte, die To-do-Liste wachse schneller, als sie sie abarbeiten könne. Jede siebte beschrieb die Erschöpfung am Abend. Die ganze Auswertung steht in der Datenstory Raus aus dem Chaos.
Raus aus dem Hamsterrad, aber wie?
Die naheliegende Antwort lautet: alles hinwerfen, kündigen, aussteigen. Manchmal ist das richtig. Meistens ist das Rad aber nicht der Job, sondern die Art, wie die Tage entstehen: Wer nicht selbst auswählt, bekommt den Tag von anderen gefüllt.
Darum fängt der Weg raus nicht mit einem großen Schritt an, sondern mit einer kleinen Frage: Wer entscheidet, was du heute tust?
Erfahrungen: Wie andere rausgekommen sind
Aus dem Podcast „Radical Self-Leadership to go“ und aus unseren Workshops kennen wir viele Wege. Vier davon sind als Werkzeug der Woche beschrieben:
- Sassi (TUI) hat ihren Kalender knallhart geblockt. Jede wichtige Aufgabe bekommt einen Termin, und der wird verteidigt wie ein Meeting. Zum Werkzeug
- Nico plant sonntags 30 Minuten seine Woche. Seitdem kippt sie nicht mehr ins Reaktive. Zum Werkzeug
- Caroline schaltet in den Scheuklappen-Modus, wenn alles gleichzeitig brennt: drei nummerierte Aufgaben, kein Blick auf die Uhr, durcharbeiten. Zum Werkzeug
- Marc hat mit einer einzigen Outlook-Einstellung seine Meeting-Tage entlastet. Zum Werkzeug
Keiner von ihnen hat das Rad mit einem Sprung verlassen. Alle haben eine kleine Gewohnheit verändert und dabeigehalten.
Der 14-Tage-Weg aus dem Hamsterrad
Radical Self-Leadership arbeitet mit dem rADAR-Modell und einem Rhythmus von 14 Tagen, dem Herzschlag:
- Auswählen: Welche zwei bis drei Themen sollen in den nächsten 14 Tagen vorankommen? Alles andere wartet bewusst.
- Durchführen: Diese Themen bekommen feste Zeit im Kalender.
- Anpassen: Der Alltag funkt dazwischen. Du verschiebst, statt aufzugeben.
- Reflektieren: Nach 14 Tagen schaust du zurück: Was hat getragen? Was nimmst du in den nächsten Herzschlag mit?
Für den Start reicht ein Blatt Papier. Wer mehr Überblick will, nimmt den kostenlosen rADAR-Canvas für Standort und Zukunftsbild und die Herzschlag-App für den Rhythmus.
Dein nächster Schritt
- Kostenlos reinschnuppern: der Einblick, 30 Minuten online.
- 14 Tage begleitet: Herzschlag live mit fünf Live-Terminen.
- Zwei Tage raus aus dem Alltag: der Workshop RSL INTENSIV mit LEGO® Serious Play, in Berlin und Leipzig.
Wenn sich das Hamsterrad vor allem nach zu viel anfühlt, lies auch Überforderung im Job: Was tun?.